Die sogenannte Zeit außerhalb der Zeit bewegte die Menschen schon immer. Nie leuchten die Sterne so hell wie in diesen Nächten, peitschen die Winde durch die Wälder und über die Fluren, und poltern die Stürme wie Sagengestalten vor unseren Haustüren. Die Erde scheint gefroren zu sein, das Wasser erstarrt – doch in ihrer Tiefe regt sich der neue Keim, funkeln die Kristalle einer Vision.
All diese Bilder möchten uns ermutigen, in die Qualitäten dieser heiligen Nächte zu lauschen. In dieser Zeit, in der das sichtbare Leben sich zurückzieht, öffnet sich ein anderer Raum – ein innerer. Vergessene Pfade wollen begangen werden. Samen warten darauf, in die Erdscholle der Seele gelegt zu werden. Und die Natur selbst wird zur Lehrerin, zur weisen Mutter, die uns in ihre Gesetzmäßigkeiten einführt – wenn wir bereit sind zuzuhören.
Dieser Tag lädt dich ein, die Rauhnachtzeit nicht nur zu verstehen, sondern wirklich zu erfahren. Im Rauch der Kräuter, beim Gehen über eine Schwelle in der Dämmerung und in der Stille des Waldes. Räucherrituale, Naturübungen, Schwellengänge und stille Einkehr begleiten dich – als sanfte Führung zu dem, was in dir schon weiß, was gelöst werden möchte, was getragen werden darf, was neu beginnen will.
Susanne Türtscher begleitet dich durch diesen Tag mit dem Wissen und der ruhigen Gegenwart einer Frau, die diese Schwellennächte seit vielen Jahren kennt, liebt und lebt.