Weniger Asylanträge bedeutet nicht weniger Herausforderung. Im Gegenteil: Die Aufgaben im Asylbereich verändern nur ihre Form. Während die reinen Antragszahlen sinken, werden die Verfahren komplexer, der Aufenthaltsstatus für viele unsicherer – und damit verändern sich auch die Lebensrealitäten der Betroffenen.
Die zentrale Frage lautet also nicht mehr nur „wie viele?“, sondern „wie gut?“. Wie gut gelingt es unseren Systemen, Menschen nachhaltig zu stabilisieren und soziale sowie gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen?
Genau diesen qualitativen Herausforderungen widmet sich unser Podiumsgespräch, mit einem besonderen Fokus auf die psychosoziale Betreuung und die weitreichenden Folgen der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), die ab Juni 2026 die Asylregeln in der EU vereinheitlichen und beschleunigen soll. Dabei soll die Verantwortung für Geflüchtete stärker zwischen den Mitgliedstaaten aufgeteilt werden.
Martin Wurzenrainer, fachlicher Geschäftsführer des Integrationshauses in Wien, diskutiert gemeinsam mit Expert*innen wie Juristin Adriana Romer (Schweizerische Flüchtlingshilfe) und Direktor Walter Schmolly (Caritas Vorarlberg). Eine Diskussion, bei der auch die Perspektive der Betroffenen selbst im Mittelpunkt steht.
In Kooperation mit dem Integrationshaus Wien – das Kompetenzzentrum für Geflüchtete und Migrant*innen wurde 1995 u.a. von Willi Resetarits gegründet.
Kosten: Freiwilliger Beitrag vor Ort – wir bitten um Anmeldung